S  -  Schüler                     

           E  -  Eltern                       

               L   -  Lehrer

Protokoll der SEL-Jahresplanung 2012 am 11. Januar

Verschiedene Arbeitsgruppen, bestehend aus SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften bearbeiten am
TSG Themen der inneren und äußeren Schulentwicklung. Für die verschiedensten Themen werden SEL-
Arbeitsgruppen (= SEL-Kommisionen) aus Schülern, Eltern und Lehrern gebildet. Diese organisieren
sich dann selbständig und verfolgen ihr jeweiliges Ziel.
Einmal im Jahr, Anfang Januar, treffen sich
alle Interessierten (-->
das könnten auch SIE, das könntest auch du sein) um sich auszutauschen und
auch neu zu organisieren. Ist ein Ziel erreicht oder gar kein Fortschritt möglich kann sich solch eine
Gruppe auch wieder auflösen.
Zwischendurch werden bei geeigneten Veranstaltungen auch Zwischen-
oder gar Endergebnisse er jeweiligen Gruppen vorgestellt bzw. präsentiert.

 

THEMENÜBERSICHT 2012

Lebens- und Berufsbezug

 

Es geht um Organisation von Praktikas für unsere Schüler bei Firmen, insbesondere bei Club of Rome-Bildungspartnern.

Mit dabei sind bislang: Kirsten Bohnert, Carmen Ulrich, Petra Moosmann   

Ansprechpartner: braun-p@gmx.de

 

Mensagruppe

Diese Gruppe wurde bereits im November 2011 neu gegründet (die Mensa war ein Ergebnis der Arbeit einer
TSG-SEL-Gruppe, ehe sie von der Stadt übernommen wurde
.

Mit dabei sind bislang: Robert Springmann, Kirsten Heinzmann, Uta Loreit, Ulrike Teichert, Y. Walter,
                       Ursula Baumann
und Herr Heinrich
Ansprechpartner:
 Robert Springmann, robert.springmann@gmx.de
1. Treffen: Mo, 30.01.2012, 19:00 Uhr / Raum 016

Neue Medienwirklichkeit

 

Idee: Cyber-Mentoren (OberstufenschülerInnen) begleiten, leiten und informieren jüngere SchülerInnen über
Internet, Facebook, …Es wurde angemerkt, dass hier ebenfalls für die Eltern dringend Informationsbedarf
besteht.
Bislang Teilnehmende:Astrid Scholz,
Antonia Musacchio -Torzilli, Sibylle Drude, Fabian Pallasdies, Detlef
Kapchefsky

1. Treffen: Di, 14.02.2012, 16:00 Uhr /Aula TSG
Schulfest 2013:    
    
Ansprechpartner:
susearnold@t-online.de
Bislang Teilnehmende: Melanie + Madelein Sacher, Susanne Arnold, Ulrike Teichert

Schulbegleitprogramm

bestehende Aktivitäten sind Knigge-Kurs und Pannen-Kurs, neu hinzu kommt
die  Organisation einer Schülerbibliothek mit Einrichten einer Lese-Ecke in der Aula.

Bislang Teilnehmende: Corsin Kleiner, Julia Obergfell, Fabian Pallasdies
Ansprechpartner: corsin.kleiner@web.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SEL-Gruppen:

Verschiedene Arbeitsgruppen, bestehend aus SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften bearbeiten am Thomas-Strittmatter-Gymnasium regelmäßig Themen der inneren Schulentwicklung.  Wir tun dies zunehmend optimistisch. Nicht nur Erfolge wie der von solchen Gruppen installierten Mittagstisch machen Mut.

Auch viele Impulse früherer Kommission zum Grundschulübergang konnten bei der Aufnahme unserer Fünftklässler bereits umgesetzt werden. Bei letzterem Thema, mit Blick auf neue Erfahrungen im achtjährigen Gymnasium, aber auch bei den Themen Ernährung und Sucht ist allerdings kontinuierliche Weiterarbeit angesagt. Dann können wir wie etwa beim Thema Neues Lernen und Methodentraining langfristig und positiv zusammenwirken. Schließlich finden sich  viele Ideen dieser ältesten SEL-Gruppe zur Pädagogik im neuen TSG-Schulprofil. 

Sie alle, SchülerInnen, Eltern und Lehrkräfte sind also herzlich eingeladen, an bestehenden SEL-Themen mitzuarbeiten oder neue Themen aufzunehmen, bzw. ins Spiel zu bringen. Oben finden Sie die Auswahl aktueller Themen und TSG-Termine, die natürlich ergänzt werden kann. Viele Dinge lassen sich angesichts begrenzter Ressourcen nur noch gemeinsam verwirklichen. Das müssen wir alle, das müssen auch unsere SchülerInnen zunehmend lernen (TSG-Schulprofil). Nutzen Sie diese SEL-Chancen zur Diskussion und Mitgestaltung.

Ralf Heinrich ( Schulleiter)

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Archiv:

UNSERE SCHULE - SEL-Gespräche und Kommissionen 2010

Schülerinnen, Eltern und TSG-Lehrkräfte im Gespräch, ein besonderes TSG-Format der Mitgestaltung (hier anklicken) 

  • Nach dem SEL-Jahrestreffen im letzten Jahr ergaben sich drei neue Arbeitskreise. Drei der bekannten und erfolgreichen Gruppen wurden weitergeführt und der angesprochene Bedarf zu zwei wichtigen Themen wird ermittelt.Gruppe Schuloutfit

  • Gruppe Schulweg (Neue Fahrpläne?, Verhalten im Bus?,...):  Ansprechpartner Herr Heinrich

  • Gruppe Medienerziehung: Ansprechpartner Herr Happel

Übersicht derzeit aktiver SEL-Gruppen (weitere Themen): 

 

SEL-Gruppen: Verschiedene Arbeitsgruppen, bestehend aus SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften bearbeiten am Thomas-Strittmatter-Gymnasium regelmäßig Themen der inneren Schulentwicklung.  Wir tun dies zunehmend optimistisch. Nicht nur der Erfolg der im Jahr 2005 installierten Mittagstisch-Gruppe macht Mut.

 

Klassische SEL-Kommissionen

 

Arbeitsgruppe 2 (Motivation im Unterricht ) - Abschlusspapier

 

Unterricht ist das Kerngeschehen einer Schule. Dort begegnen sich Lehrer und Schüler, um den von der Gesellschaft ( und damit von den Eltern ) eingeforderten Bildungs- und Erziehungsauftrag umzusetzen. Schülerwunsch und Lehrerauftrag geraten aber im Alltag des Öfteren in Konflikt. Frust und Demotivation als Folgen dieser Konfliktsituation können die Unterrichtsatmosphäre und das Erreichen der Unterrichtsziele nachhaltig negativ beeinflussen. Aus dieser Erkenntnis heraus bildete sich im Schuljahr 2001/02 eine SEL-Kommission (Schüler-Eltern-Lehrergruppe), die sich gezielt mit der Gestaltung der Unterrichtsatmosphäre beschäftigte und etliche Leitgedanken formulierte.

 

Einige Leitgedanken für eine gute Unterrichtsatmosphäre an unserem Gymnasium St. Georgen:

Wir wünschen eine menschlich angenehme möglichst repressionsfreie Atmosphäre.

Wir wünschen einen positiv erziehenden Unterricht. Wir wollen einen interessantes, forderndes und persönlichkeitsbildendes Unterrichtsangebot.

Wir achten uns und alle Beteiligten, wir nehmen berechtigte Anliegen ernst.

Wir sind höflich und respektvoll im Umgang miteinander (angemessene Anrede, Nennung von Personen) und vermeiden auch bei Ärger abwertende Äußerungen

Das Lernen ist begleitet von Helfen, Loben und Bekräftigen. Wir vermeiden als Lehrer ständige Defizitorientierung. Wir sind gegenüber Mitschülern hilfsbereit und kooperieren gerne.

Wir wünschen uns untersuchendes, entdeckendes, kreatives Lernen. Schüleraktivierende Unterrichtsarbeit (Praktikum, Referate, Partner- und Gruppenarbeit, Besuche von Außen, Exkursionen) nehmen wir motiviert auf.

Freude und positive Emotionen begleiten unsere Arbeit. Wir sind zielorientiert und überwinden Durststrecken gemeinsam.

Schülerleistungsnachweise werden fair, wohlwollend und korrekt bewertet. Gerechtigkeit und Verständnis für den Schüler zeigen sich in Transparenz, Begründung und Erklärung auch im selbstverständlichen Zulassen von Schülernachfrage oder Kritik an der Bewertung.

Wir Eltern unterstützen zu Hause die schulische Unterrichtsarbeit durch günstige Rahmenbedingungen. Wir interessieren uns für das Unterrichtsgeschehen und stehen in konstruktiver Partnerschaft mit den Lehrern.

Bei Konflikten im Unterricht wünschen wir ein angemessenes Konfliktmanagement, das offenes Gespräch mit Zuhören und Eingehen auf die Sichtweise des Anderen ermöglicht.

Motivation im Unterricht
Zusammenfassung eines Vortrags von Frau Dr. Bovet

Interessiertheit am Unterricht oder "bescheidene Schüler"
Interessiertheit erklärt als positive Gestimmtheit, Aufmerksamkeit und Konzentration, aktive Teilnahme am Unterricht.

Wichtigste Voraussetzungen (Lehrer):
sozio-emotionaler Bereich:
Gerechtigkeit, gute Arbeitsatmosphäre, Lehrer traut einem etwas zu.
didaktischer Bereich: Gut strukturierte, verständliche, anschauliche Darstellung, Abwechslung in der Darstellung, Eindruck, dass man Neues hinzulernt.
Fazit: auch durchschnittlicher Unterricht kann motivieren. Ansprüche der S sind nicht überhöht. Es geht nicht um motivierenden Einstieg, erst recht nicht um Erwartung, dass L Animateure, Dauerunterhalter sind.
Interesse ist nicht nur Sache des Unterrichts, sondern auch der mitgebrachten Einstellungen und des Rollenverständnisses. Nicht nur individuelle Erfahrungen, sondern auch gesellschaftliche Normen oder Standards.

Grundsätzliches:
Zusammenhang Interesse (spezif. Gegenstandsbezug) und Leistungsmotivation (generelle Haltung); in beiden Fällen: Aktivierung, Aufmerksamkeit, Zielgerichtetheit.

Leistungsmotivation Definition: Bereitschaft, v.a. in Beruf, Sport und Ausbildung die jeweiligen Anforderungen möglichst gut zu erfüllen." ... Es ist nicht die Rede davon, dass leistungsmotiviertes Arbeiten leicht fällt, anstrengungsfrei ist. Motivation ist Produkt aus Motiv und Anreizen. Es reicht also nicht, allein auf Anreize zu setzen; wenn das Leistungsmotiv gering ausgeprägt ist, nützt der phantasievollste Unterricht wenig.
Intrinsische und extrinsische Motivation:
Intrinsisch motiviertes Lernen führt zu besseren Ergebnissen. Aus extrinsischer Motivation kann intrinsische werden mit Zunahme an Können, an Expertise. Beispiel Instrument spielen; Fremdsprache lernen.
Deshalb: Zwang, Notendruck, Kontrollen nicht als unpädagogisch, weil demotivierend, abtun.

Was in Elternhand liegt
Ausbildung des Leistungsmotivs in Kindheit durch Forderungen, die Kind meistern kann. Vermeidung von Über- und Unterforderung.
 
Interesse an Schulerlebnissen zeigen
Auf selbstwertdienliche Leistungserklärungen achten.
Pessimistischer Erklärungsstil: Gute Leistungen sind Zufall, hängen mit Wohlwollen der Beurteiler zusammen, schlechte Leistungen sind Spiegel der wirklichen Fähigkeiten.
Erklärungsstil färbt Leistungsmotivation. Nicht Intelligenz und Motivation bedingen Leistung und Erfolg, sondern der Erklärungsstil.

An Schüler gerichtet:
Prinzipiell: das Lernen zur eigenen Sache machen (Urheber, nicht Opfer sein), Lernen zur eigenen Sache machen: sich Gründe überlegen, warum man etwas lernt, Themenvorschläge machen.
Sich einlassen, sich einmischen, mitmachen, fragen.
Vorschläge für eigene Aufgaben und Arbeiten machen
Den Lehrern sagen, wann ihr Unterricht gut ist.
Kompetenzen einsetzen und für Erfolge sorgen: Sich Grundwissen aneignen "Wer hat, dem wird gegeben".
Anspruchsniveau überprüfen, realistisch bleiben.
Eigene Fortschritte sehen, Stärken, Begabungen gezielt einsetzen,
Attributierungsmuster überprüfen

Ansteckung
Begeisterung der L teilt sich Schülern mit, "Funke springt über", aber: nicht nur L sind Agierende, sondern auch Schüler. Eine gleichgültige Klasse, die Mitarbeit als Streberei ansieht und sich nur in der Opferrolle erlebt, demotiviert auch Lehrer.

Lernen lernen

Methodentraining am Gymnasium St. Georgen

Es gibt sicher viele Gründe, warum Schüler an der Schule nicht so erfolgreich sind, wie sie es sein könnten. Oft liegen die Ursachen in einem falschen Lernverhalten und einer unzureichenden Einstellung zur schulischen Arbeit. Das Problem gewinnt besondere Bedeutung durch die steigenden Anforderungen an die Schüler. Schon vor Pisa führten die Vertreter von Universitäten und Wirtschaft Klage über mangelnde Studierfähigkeit und über unzureichende Kenntnisse und Fähigkeiten der Schulabgänger.

Die angelaufene Neugestaltung der Oberstufe hat schon vor der Pisa-Studie die Weichen hin zu einer breiteren und, wie man hofft, besseren Bildung der Schüler gestellt.

Die Studie hat nur bestätigt, dass die Schule erfolgreicher sein muss und das bedeutet für die Schüler: Die Anforderungen werden steigen. Den Ertrag werden die Schüler selbst haben, aber um bestehen zu können werden viele die Haltung des Durchwurschtelns aufgeben und das Lernen lernen müssen. Dabei wollen wir Hilfestellungen geben und insbesondere in den unteren Klassen Lerntechnik und Arbeitshaltung verbessern.

Unsere Schüler lassen sich nach wie vor ganz gern in der Konsumentenhaltung belehren, sie sollten jedoch systematisch die Fähigkeit trainieren, Wissen selbständig und aktiv zu erwerben.

Diese Fähigkeiten brauchen die Schüler spätestens in der Oberstufe, wo sie auch bei neuen Formen der Leistungsüberprüfung eingefordert werden. Die Schüler brauchen sie aber auch über die Schule hinaus als Schlüsselqualifikationen für ein lebenslanges Lernen.

Leider haben wir nur wenige Idealschüler, die diesen Anforderungen entsprechen. Bildungs-forscher kennzeichnen die heutige Schülergeneration schon mal als lustorientierte, verwöhnte Medienkinder, die kein ausreichendes Durchhaltevermögen, keine angemessene Lernhaltung und kein methodisches Rüstzeug für die Bewältigung der Anforderungen haben. Deshalb wollen wir, bevor die Kinder Nachhilfe brauchen oder wegen mangelnder Arbeitsorgani-sation scheitern, die Vorsorge verstärken. Dazu wollen wir die Fähigkeit der Schüler fördern, ihr Lernen selbst zu organisieren.

Was wollen wir fördern:

Durch Planung, Ordnung, Rituale und bestimmte Methoden sollen die Schüler ihren Stoff und ihre Hausaufgaben leichter und effektiver bewältigen.

Sie sollen zunehmend fähig werden, selbständig, selbstverantwortlich und in der Zusammenarbeit mit anderen zu lernen und Ergebnisse zu präsentieren.

Dabei erfinden wir das Rad nicht neu, sondern greifen auf Konzepte und Methoden zurück, die sich in anderen Schulen schon bewährt haben, die Ihre Kinder und Sie zum Teil schon von der Grundschule kennen und die in einzelnen Punkten fast platte Selbstverständlichkeit sind oder doch sein sollten.

Geistiger Pate für unser Konzept ist Heinz Klippert. Bei den Materialien stützen wir uns auf die Vorarbeiten des Deutenberg-Gymnasiums in Schwenningen und des Gymnasiums am Hoptbühl in Villingen.

Wir hoffen mit dem Methoden-training und in der Zusammenarbeit mit Ihnen, Ihre Kinder erfolgreicher zu machen, indem sie lernen effek-tiver zu arbeiten. Wir wissen, dass das Methodentraining, das wir anbieten können, nur ein kleiner Schritt ist und allein weder die Probleme der Schule noch alle Schulprobleme Ihrer Kinder lösen wird. Wir denken jedoch, dass es ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Wie soll das Methodentraining aussehen:

Drei Kollegen werden als Methodentrainer durch die Klassen 5,6,7 und 8 „wandern" und in Zusammenarbeit mit den unterrichtenden Lehrern methodische Bausteine vermitteln: Das beginnt z. B. bei der Organisation von Arbeitsplatz und Hausaufgaben, geht über das Zeitmanagement bei der Vorbereitung von Klassenarbeiten, über das Finden des eigenen Lerntyps bis hin zu Kommunikationstraining und Teamentwicklung.

Beim Elternabend wird das Programm vorgestellt und die Zusammenarbeit mit den Eltern besprochen.

An 4 Tagen werden jeweils 3 Stunden für das Methodentraining genutzt.

Die Lehrer der Klasse nutzen die Instrumente des Methodentrainings und sorgen für stetige Anwendung.

Die Anwendung der Lernmethoden wird von den Methodentrainern, den Lehrern und den Eltern kontrolliert.

Damit das Methodentraining nicht eines von vielen Strohfeuern an unseren Schulen wird, werden die Kollegen, so hoffe ich, die Instrumente anwenden und nutzen und Sie, die Eltern, so hoffen wir, die erworbenen Fähigkeiten zu Hause auch einfordern. Sie sollten dann zum Beispiel darauf achten, dass Ihre Kinder den Klassenarbeitsplan sorgfältig führen und sich rechtzeitig in sinnvollen Etappen auf die Arbeit vorbereiten.

Wir wollen den Schülern helfen:

auch bei steigenden Anforderungen erfolgreich zu sein,
ihre Zeit sinnvoll zu nutzen,

nicht nur die Schule rumzukriegen, sondern auch langfristig Brauchbares und das sind auch ganz wesentlich Schlüsselqualifikationen zu erwerben.
Wir wünschen uns, dass Sie uns dabei helfen und dass wir zusammen die schulische Entwicklung Ihrer Kinder fördern können, so dass wir statt einem Strohfeuer einen soliden Dauerbrandofen bekommen, der gleichmäßige Wärme bei guter Nutzung der Brennstoffzufuhr abgibt.

Otto Schmidt

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Zur SEL-Gruppe Sucht und Rauchen

Klartext: Kommentar von Schulleiter Ralf Heinrich aus aktuellem Anlass:

Das Rauchen ist ein Ärgernis, gerade für mich als bekennender Nichtraucher, als Vater wie als Lehrer und Schulleiter. Gleiches gilt aber auch für die aktuelle Diskussion um schulische Rauchverbote.

An allen St. Georgener Schulen sei das Rauchen zwischenzeitlich verboten, nur nicht am TSG,  titelte eine St. Georgener Zeitung im letzten Jahr 2005, auch deshalb muss das Thema hier einmal deutlich angesprochen werden: Welche St. Georgener Schule hat denn außer dem Bildungszentrum junge Erwachsene als SchülerInnen, denen das Rauchen gesetzlich erlaubt ist? Sollen wir uns wirklich darüber freuen, dass unsere Grundschulen rauchfrei sind? 

Konkret: An unserer Schule, geht es nicht nur um die viel diskutierte TSG-Raucherecke, vielmehr auch um die Mädchentoilette, wohin sich das Problem nach Verboten und trotz der vielfältigen und gestaffelten Strafen  verlagert hat (offizielles, und hier wenig erfolgreiches Rauchverbot an der Realschule). Auch die Verlagerung in die umliegenden Wälder war realistisch betrachtet ein "Erfolg" unserer bisherigen Rauchverbote für die unter 16-Jährigen oder die RealschülerInnen.  

Dieses leidige Thema wird weder am Bildungszentrum noch an irgend einer anderen Schule je endgültig erledigt sein, schon gar nicht wenn wir uns zur so genannten „rauchfreien Schule“ erklären und die ganze Geschichte auf die andere Straßenseite, in Randbezirke der Schule oder in die Familien verschieben. Nebenbei bemerkt: Das weit dringlichere Thema Alkohol hat man in unseren Schulen ähnlich wie in unserer gesamten Gesellschaft ja auch auf modellhaft verlogene Weise "gelöst". Väter und Mütter pubertierender SchülerInnen, welche man damit allein gelassen hat, wissen ein Lied davon zu singen.

Wir setzen am Thomas-Strittmatter-Gymnasium auf Selbstverantwortung, Gespräch und Aufklärung und, soweit sinnvoll auf Verbot und Strafen. Wir haben mit Alexander Mosbacher einen neuen und kompetenten Suchtbeauftragten. Die SEL-Gruppe „Sucht und Rauchen“ wird noch in diesem Schuljahr die Suchtprävention im Unterricht unterstützen. Eltern, SchülerInnen und Lehrkräfte sind wieder herzlich eingeladen, an den SEL-Gesprächen teilzunehmen und die Aufklärungsaktion im Mai mitzugestalten.

Wir müssen etwas tun, gerade auch mit Blick auf die Mädchen:

"Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit" !