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COMENIUS ist ein Programm der
Europäischen Union mit dem Ziel, die Zusammenarbeit von Schulen innerhalb
der Europäischen Union sowie die Mobilität von Schülern und Lehrern zu
fördern. Am Comenius-Programm nehmen Schulen teil, die den Europagedanken
fördern wollen und mehr auf eine einheitliche europäische Union zielen.
Namensgeber ist der Pädagoge Johann Amos Comenius (1592 - 1670).
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Statt Ferien Austausch in DänemarkSchwarzwälder-Bote, vom 09.11.2010 21:30 Uhr
Elf Schüler des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums, begleitet von zwei Lehrern, waren in den Herbstferien zum Austausch in Dänemark. Foto: Schwarzwälder-Bote
St. Georgen/Skive. Voller Vorfreude machten sich elf Schüler des
Thomas-Strittmatter-Gymnasiums, begleitet von zwei Lehrern, auf den Weg nach
Dänemark. Nach einer 18-stündigen Zugfahrt kamen sie in Skive an.
Dort wurden sie sehr herzlich vom Deutschlehrer des dänischen Gymnasiums
begrüßt. Dieser zeigte den Schwarzwäldern auch gleich die Stadt und den
Hafen Skives. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Jugendherberge lernten
sich die deutschen, bulgarischen und dänischen Teilnehmer beim gemeinsamen
Bowling kennen.
Am
nächsten Tag erfuhren die Schüler bei einem Interview mehr über die
verschiedenen Länder. Dabei stellten sie fest, dass sie vor dem Projekt
unter dem Thema "Europa und wir" kaum Kenntnisse über ihre Comenius-Partner
hatten. In einer Diskussion wurde vor allem über das ausgeglichene
Verhältnis von Unterschieden und Gemeinsamkeiten gesprochen.
In
einer "Hojskole" lernten die Gäste eine andere Studienmöglichkeit nach dem
Abitur kennen. In dieser Einrichtung können Schulabgänger ein Semester
verbringen und sich so besser orientieren.
Bei
einem Ausflug nach Aarhus, der zweitgrößten Stadt Dänemarks, setzten sich
die deutschen und bulgarischen Schüler in zwei Museen einmal mit der
Frühgeschichte und dann mit der deutschen Besatzungszeit des "Märchenlandes"
auseinander. Ein besonderes Ausstellungsstück im Moesgaard Museum ist die
Moorleiche vom "Grauballe Mann". Auf der Fahrt mit der Bahn sahen die
Reisenden auch viel von der schönen, grünen Landschaft Dänemarks.
Beim Essen Einblick ins Familienleben An einem Abend luden die dänischen Schüler ihre Gäste zum Essen ein und verbrachten den Tag mit ihnen. So bekamen die Teilnehmer einen Einblick in das Familienleben und genossen dänisches Essen. Ganz typisch sind Frikadellen mit Kartoffeln.
Nach und nach lernten die St. Georgener auch einzelne dänische und
bulgarische Sätze. Ansonsten fanden die Gespräche untereinander
hauptsächlich auf Englisch statt.
Die Schüler haben auf ihrer Reise nach Dänemark viel über andere Länder und
Kulturen gelernt und zudem ihre sprachlichen Kenntnisse verbessert. Auch
internationale Freundschaften wurden geschlossen. Jetzt freuen sich alle auf
die Veranstaltungen in Buchenbach bei Freiburg und Sofia/Bulgarien, wo sie
weiter am Thema arbeiten wollen. |
Wie bei europäischer ParlamentsarbeitSchwarzwälder-Bote, vom 18.04.2011 21:57 Uhr
Die Teilnehmer aus der Bergstadt "unter fremder Flagge" bei der Beratung von Gesetzen. Foto: Friese Foto: Schwarzwälder-Bote Von Jasmin Friese St. Georgen. Europa einander näher bringen will ein Schulprojekt, an dem sich das Thomas-Strittmatter-Gymnasium beteiligt. Die Bergstädter reisten deshalb bereits nach Dänemark. In der Nähe von Freiburg spielten sie jetzt Europäisches Parlament. Nächste Ziel ist Bulgarien. Zwölf Oberstufler und zwei Lehrkräfte des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums verbrachten eine Woche im Studienhaus Wiesneck in Buchenbach bei Freiburg. Dort trafen sie sich im Rahmen des Comenius-Projekts mit jungen Leuten aus Bulgarien, Dänemark und Polen, um mehr über Europa und die Europäische Union zu erfahren. Das Ziel des von der EU geförderten Programms ist es, jungen Menschen in praktischen Beispielen Europa näher zu bringen. Deshalb waren die Bergstädter im Herbst bereits in Dänemark und im Mai werden sie eine Woche in Bulgarien verbringen. Die Schüler erarbeiteten gemeinsam die Aufgaben der Europäischen Union und deren Institutionen. Bei einem Besuch im Europäischen Parlament in Straßburg konnten die Teilnehmer die Plenarsitzung und die anschließende Abstimmung der Anträge mit verfolgen. So bekamen sie einen Einblick in die Arbeitsweise des Parlaments. Lebhafte Diskussion bringt Kompromisse Über die Woche verteilt arbeiteten die Schüler an Resolutionen, die sie in einem Rollenspiel präsentierten. Die Eindrücke aus dem Parlament in Straßburg waren dafür sehr hilfreich. Die Teilnehmer versetzten sich in die Lage verschiedener EU-Staaten und diskutierten über mögliche Gesetze. Sie mussten entscheiden, ob diese für ihr Land von Vor- oder Nachteil sind. Durch eine lebhafte Diskussion kamen Kompromisse und Änderungen der Gesetze zustande. Am Ende des Rollenspiels fand eine Abstimmung über die erarbeiteten Entwürfe statt. Neben der theoretischen Arbeit gab es auch einige Ausflüge. Dazu gehörte ein Stadtbummel in Freiburg oder der Spaziergang am Titisee. Die ausländischen Gäste waren besonders von der bergigen Landschaft des Schwarzwalds begeistert. Wahlweise hatten die Gäste auch die Gelegenheit, sich von den deutschen Teilnehmern das Gymnasium und die Stadt St. Georgen zeigen zu lassen oder einen Tag in Basel zu verbringen. Vor allem die dänischen Schüler waren überrascht von der Bergstadt und ihren Erhebungen. Am letzen Tag besichtigten die Teilnehmer den Badischen Winzerkeller in Breisach. Hier erfuhren sie, wie aus Trauben Wein wird. Mancher nahm dann auch eine Kostprobe als Andenken an den Aufenthalt in Deutschland mit nach Dänemark, Bulgarien oder Polen. |
Klischees und Vorurteile abgebautSchwarzwälder-Bote, vom 15.06.2011 21:58 Uhr
Auch Besichtigungen standen auf dem Programm der Schüler. Unter anderen besuchten sie das Rila-Kloster. Foto: Friese Foto: Schwarzwälder-Bote Von Jasmin Friese St. Georgen. Zehn Schüler und drei Lehrer des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums verbrachten eine Woche im Rahmen des Comenius-Projekts in Sofia, um mit Teilnehmern aus Bulgarien und Polen mehr über das Thema "Europa und wir" zu erfahren. Das EU-Projekt fördert die Zusammenarbeit und die Mobilität von Schülern und Lehrern in Europa. Ziel ist, aus Europa eine einheitliche Union zu machen. Die Teilnehmer lernten sich schon bei einem Treffen in Dänemark und in Buchenbach bei Freiburg kennen und freuten sich deshalb sehr auf das Wiedersehen in Bulgarien. Dort wurde in gemischten Gruppen, bestehend aus Polen, Bulgaren und Deutschen, über Klischees und Vorurteile gesprochen. In einem Workshop hatten die Schüler die Aufgabe, darüber zu diskutieren, woher Vorurteile kommen und wie man sie verhindern kann. Die Zusammenarbeit der Jugendlichen sollte außerdem dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und die Kulturen und Gewohnheiten der anderen Länder besser zu verstehen. Die Gespräche fanden hauptsächlich auf Englisch statt, so dass sich die Sprachkenntnisse verbesserten. In einem kleinen Bulgarischkurs hatten die Schüler die Gelegenheit, sich mit den kyrillischen Schriftzeichen vertraut zu machen und somit mehr von der bulgarischen Sprache zu lernen. Um mehr über die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Bulgarien zu erfahren, besuchten die Teilnehmer die deutsche Botschaft in Sofia und tauschten ihr Wissen danach mit den Polen aus, die zu Besuch bei der polnischen Botschaft waren. Beim "Tag der offenen Tür" des Gymnasiums lernten die deutschen und polnischen Gäste die Schule kennen und bekamen einen Einblick in den Schulalltag ihrer Projektpartner. Den Abend verbrachten die Schüler in Gastfamilien, in denen sie typische bulgarische Speisen aufgetischt bekamen. Begeistert waren die Deutschen vor allem vom Schopska-Salat, der dort als Spezialität gilt. Gerade bei den Essgewohnheiten wurden im Gegensatz zu Deutschland einige Unterschiede wahrgenommen. Bulgaren essen um einiges langsamer als Deutsche, außerdem wird die Beilage getrennt vom Fleisch serviert. Im Gespräch mit den Jugendlichen wurde ein weiterer Unterschied deutlich. "Unter 18-Jährige dürfen sich nach 22 Uhr nicht mehr in Restaurants oder Bars aufhalten, auch nicht, wenn ihre Eltern dabei sind", berichtete eine Bulgarin. Deshalb gibt es in Sofia viele schöne Parks, die als Treffpunkt für Jugendliche gelten. Bei einer Stadtrallye lernten die Teilnehmer des Comenius-Projekts die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt kennen. Um mehr über das Land zu erfahren, kamen Ausflüge natürlich auch nicht zu kurz. Eine Besichtigung Plovdivs, der zweitgrößten Stadt Bulgariens, eine Exkursion zum Rila-Kloster und eine Wanderung zu den "Stobski Piramidi" waren Teil des Programms. Vorstellungen von Sofia hatten die Schüler vor ihrer Reise kaum. "Bulgarien ist anders als Deutschland, aber sehr schön", blickte eine Teilnehmerin zurück. "Es war auf jeden Fall eine Erfahrung wert." |
| Rollenspiel "Europäischer Rat" |